Pressebericht Seilspringaktion

„Spring! for peace and health“ an der Marienschule

„Gutes tun und dabei ganz nebenbei auch noch fit werden, diese Kombination passt so gut zu uns, dass wir daraus eine große Aktion an unserer Schule machen wollten und auch gemacht haben“, so Schulleiter Christian Hülsmann, der sich die Aktion „Spring! for peace and health“ ausgedacht hat.

Sein Instinkt, hier etwas richtig Gutes auf die Beine zu stellen, hat sich bewahrheitet. Seit knapp vier Wochen wird an der Marienschule in Hauenhorst ohne Ende Seil gesprungen. In den Sportstunden, in jeder Pause und Zuhause.

Doch fangen wir mal ganz von vorne an: An einem Samstagmorgen bekommt Hülsmann von einer Studienfreundin per WhatsApp einen kleinen Zeitungsbericht einer Grundschule in Münster-Hiltrup zugeschickt, die mit der Aktion „Wir springen für den Frieden“ eine sehr erfolgreiche Hilfsaktion für die Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine durchgeführt haben. „Ich war so begeistert von dieser Aktion, dass ich mich direkt hingesetzt habe und die Aktion für unsere Schule mit ihrem Profil verändert und angepasst habe. Ziemlich genau 45 Minuten nach Eingang der WhatsApp waren bereits die 200 gelben und blauen Seile in den ukrainischen Nationalfarben für alle Kinder unserer Schule bestellt. Die Begeisterung war so groß, dass ich die Seile sogar im Alleingang bestellt habe. Erst dann habe ich meine Stellvertreterin und ebenfalls Sportlehrerin Alex Nieweler informiert und zum Glück auch infiziert. Schnell war klar, dass wir „nicht nur“ für den Frieden, sondern unbedingt auch für unsere Gesundheit springen wollten, läuft doch auch parallel bei uns an der Schule gerade die Bewerbung für das Seilspringprojekt „Skipping hearts“ der Deutschen Herzstiftung. Nach und nach entstand dann das Konzept von „Spring! for peace and health“. Die Doppeldeutigkeit von Spring, aus dem Englischen übersetzt Frühling und Spring! als Aufforderung zum Springen machte dann schließlich unser Projektmotto aus“, so die beiden.

Am vergangenen Dienstag (03.05.2022) war dann der große Springtag. Nachdem alle Schülerinnen und Schüler in den letzten Wochen nicht nur fleißig trainiert, sondern auch jede Menge Sponsoren für ihre Sprünge gesucht und gefunden hatten, wurde in allen Klassen gegen die Uhr gesprungen. Genau zwei Minuten hatten die Kinder Zeit und jeder erfolgreiche Sprung wurde von den Lehrerinnen und Lehrern gezählt und in die Sponsorenblätter eingetragen. Viele Kinder waren auch der Aufforderung nachgekommen, an diesem speziellen Tag in blau-gelber Kleidung zu erscheinen und zu springen. So entstanden wunderschöne Bilder und ein tolles Gefühl der Gemeinschaft. Wartezeiten wurden durch freies Spielen auf dem schönen und großen Schulgelände der Marienschule gerne überbrückt und alle Kids freuten sich über diese „ganz besondere Schulstunde. Vielfach wurden die Mitschüler aber auch einfach nur angefeuert um große Leistungen zu vollbringen. Viele Kinder schafften mehr als 100 Sprünge in diesen zwei Minuten, einige wenige Schülerinnen und Schüler knackten aber auch die 200er-Marke. Der Rekord lag dann schlussendlich bei 222 Sprüngen durch die Drittklässlerin Jana Koopmeiners.

In den kommenden Tagen werden die Schülerinnen und Schüler nun die von Oma, Opa, Patenonkel und –tante, Nachbar, etc. zugesicherten Gelder eingesammelt und am kommenden Montag wird dann gemeinsam mit Vertretern des Kollegiums, der Schulpflegschaft und des Fördervereins das Geld gezählt und die Übergabe an das lokale „Netzwerk Maidan“, einem Zusammenschluss mehrerer humanitärer und ehrenamtlich agierender Institutionen in Rheine, besprochen und vorbereitet. „Wir haben uns als Schulgemeinschaft gemeinsam für das „Netzwerk Maidan“ entschieden, weil wir hier wissen, dass das Geld auch tatsächlich bei den Kriegsflüchtlingen ankommt und wir lokal bleiben wollten“, so der Schulpflegschaftsvorsitzende Sven Große Beckmann, der genau wie alle anderen extrem gespannt auf das Ergebnis ist.

„Ein Ergebnis steht jedoch schon jetzt fest“, werfen Schulleiter Hülsmann und seine Vertreterin Nieweler aus vollster Überzeugung ein. „Die Gesundheit unserer Kinder, denn für die kann Bewegung gar nicht oft genug angeboten werden.“

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