Das Vier-Farben-Land (Pressebericht)

Bunt und reich – das Leben kann so schön sein

Endlich! Endlich konnte an der Marienschule in Hauenhorst mal wieder ein Musical aufgeführt werden. Diese gute und seit über einem Jahrzehnt gelebte Tradition wurde, wie so vieles, jäh durch Corona gestoppt, aber zum Glück „nur“ für zwei Jahre. Dank der Förderung des das NRW-Landesprojekt Kultur und Schule konnten Sabine Müller aus dem Kollegium der Marienschule und Brigitte Lesting als durchführende Künstlerin mit den Chorkindern der Klassen 2, 3, und 4 das Musical „Das Vier-Farben-Land“ von Gina Ruck-Pauquèt einstudieren und am vergangenen Freitag gleich dreimal aufführen. Zweimal für die Eltern und Familien und einmal für die benachbarten Kindergartenkinder, die im Sommer auf die Marienschule wechseln und ebenfalls schon traditionell zur Generalprobe in die zukünftige Schule eingeladen werden.

„So viel Besuch hatten wir schon lange nicht mehr“, so Schulleiter Christian Hülsmann, der seine Begrüßungsworte auch gerne dreimal an die Gäste richtete.

„Theaterspielen, auf der Bühne stehen, in eine Rolle schlüpfen, auswendig lernen, durchhalten, Gemeinschaft erleben, Kunst schaffen, etc., das alles bietet ein solches Musical-Projekt, in das so viel Engagement und Herzblut aller Beteiligten fließt“, strahlen die drei „Musical-Chefs“ um die Wette.

Auch den Kindern und Eltern sieht man die Begeisterung an, aber auch die Erleichterung. „Hinter einer Musicalaufführung steckt so viel versteckte Arbeit, die man auf den ersten Blick kaum erkennt, die aber immer wieder mit jedem neuen Projekt da ist, so Sabine Müller, die als Lehrerin die Musicals bereits seit vielen Jahren begleitet.

„Den Winter über haben wir so oft wie möglich noch im Freien gesungen und geprobt, auf Gesang in geschlossenen Räumen lange verzichtet, dafür viel getrommelt und Texte gelernt. Seit den Coronalockerungen musste dann unheimlich schnell der Gesang optimiert und der Gesamtablauf einstudiert werden. Corona hat es uns nicht leicht gemacht aber auch nicht aufhalten können“, so die Musikpädagogin Brigitte Lesting.

Worum geht es im „Vier-Farben-Land“?

Das Vier-Farben-Land ist rund wie ein Pfannekuchen und besteht aus vier Teilen: In einem Teil ist alles grün, im zweiten alles rot, im dritten gelb und im vierten blau. Die Häuser, die Bäume und auch die Menschen. Alle finden nur ihre eigene Farbe schön, denken in ihr und träumen in ihr. Allein die ganz kleinen Kinder sind bunt. Aber auch sie nehmen bald die Farbe ihrer Umgebung an.
In allen Ländern gibt es unter den Kindern schließlich einen oder mehrere „Revoluzzer“: Ihnen werden das tägliche Einerlei, die immer gleichen alten Sprüche und Spiele bald zu langweilig und sie wünschen sich Abwechslung und erkennen, dass diese klaren Grenzen verwischt werden müssen, um mehr Möglichkeiten zu haben. Die Botschaft dieses Stücks erkennen schließlich alle bei einem großen gemeinsamen Finale: „Sei offen für andere – dann wird das Leben bunt und reich!“

Thematisch war das ausgewählte Stück ein Volltreffer. Zum einen ist die Marienschule als Schule des Gemeinsamen Lernens ohnehin offen für alle, bunt und lebendig, zum anderen gilt das Motto der Vielfalt, der Toleranz und des Miteinanders mehr denn je als Schlüssel zu einer lebenswerten und damit besseren Welt.

Als am Ende die Erdkugel durch die bunten Kinderhände gereicht wurde, konnte man die positive emotionale Stimmung in vielen Gesichtern erkennen. Frieden und Miteinander-danach sehnen wir uns  doch alle.

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