Digitales im Kindesalter – ein Für und Wider
„Kids in der digitalen Welt – ein Für und Wider“. Ein informativer Abend für Kita- und Grundschuleltern. So hieß der Titel, zu dem der Medienpädagoge Johannes Wentzel aus Münster in der letzten Woche in Mesum referierte.
Die Arbeitsgemeinschaft der Kindergärten und Grundschulen hatten zu diesem Abend geladen und durften gut 60 Eltern in der Aula der Alexander-von-Humboldt-Schule begrüßen. Christian Hülsmann, Schulleiter der Marienschule in Hauenhorst begrüßte die Eltern mit einem von KI generierten Gedicht zum Thema des Abends. Dort hieß es unter anderem: „Für und Wider, Fluch und Segen, genau dazwischen werden wir uns heut bewegen“.
Und so kam es dann auch. Johannes Wentzel zeigte, wie komplex die digitale Welt mittlerweile ist, welch großer Nutzen in ihr steckt, aber auch welche Gefahren sie in sich birgt.
Eltern sind „Influencer Nr. 1 für ihre Kinder“, das heißt nichts anderes, als dass Eltern den größten Einfluss auf ihre Kinder, auch und gerade im Umgang mit digitalen Dingen, haben. Wichtig sei ein echtes Interesse der Eltern, das Aufstellen klarer Regeln und das Wissen um die Dinge, mit denen die Kids umgehen, konfrontiert sind und dabei zu erkennen, wo die jungen Nutzer zwingend der Aufklärung bzw. Begleitung bedürfen.
Medien sind bewusst so, wie sie sind. Medienmacher wollen natürlich eine möglichst lange Nutzung ihrer Medien (Apps), und dafür lassen sie sich jede Menge einfallen. Wentzel spricht von „Dopamin“, also dem Stoff im Körper, der Begeisterung und Freude, aber auch den Wunsch nach mehr und immer mehr auslöst. Dopamin wird nicht umsonst als Glückshormon bezeichnet. Und wer möchte nicht glücklich sein?
Erwachsene wissen, dass Schokolade dick machen kann, Zigaretten die Lunge belasten und Alkohol ein gefährliches Rauschmittel ist – auch wenn es vielleicht auf den ersten Blick halt eben diese „Glücksgefühle“ erzeugt. Wir kennen die Gefahren. Kinder nicht!!!
Wentzel plädiert daher für eine enge, ehrliche und vertrauensvolle Begleitung der Kinder durch ihre Eltern.
Dass digitale Medien nicht per se schlecht sind, davon ist Wentzel als Medienpädagoge selbstverständlich voll und ganz überzeugt, und bringt dafür auch jede Menge gute Beispiele.
Zugleich spricht er aber von ganz klaren Regeln und guten Möglichkeiten, im Frieden mit den Kids, das Thema digitale Medien ganz klar zu begrenzen und sicherer zu machen. „Es gibt Möglichkeiten die Handys der Kinder kindgerecht einzustellen, es müssen Zeiten, Orte und Situationen ausgemacht werden, die handyfrei sind, etc.“


uf die Balance kommt es an

